Letzten Freitag haben wir (endlich) zur Feier des Schuljahresabschlusses wieder den Gemeindehof mit Leben und vor allem Essen gefüllt und lecker gegrillt.
Leider mussten wir an diesem Abend auch von einigen Leuten Abschied nehmen.
Zwei unserer Jugendleiter, Soli und Mathias, haben ihr "Amt" niedergelegt. Im Gegensatz zu Mathias, der noch in der Gemeinde bleibt, geht Soli etwas weiter weg. Sie wird nächstes Schuljahr ein Freiwilliges Diakonisches Jahr in Münster erleben. Natürlich haben wir die zwei nicht ohne eine anständige Abschiedsrede gehen lassen...
Außerdem hat sich Therese, unsere "Praktikantin", verabschiedet. Vorher hat sie in einer ganz persönlichen Andacht davon erzählt, wie sie überhaupt auf die Idee zur Bibelschule zu gehen gekommen ist und wie Gott sie auf ihrem Weg geführt hat.
Auch Clarissa und Michi haben sich verabschiedet, was die zwei jetzt machen, dass fragt sie doch einfach selber!
Ok, wir Christen sollen uns für Gottes Willen bereit machen und diesen leben ... aber wie bitte soll ich denn wissen, was Gottes Willen für mich ist?
Hast Du Dir auch schon manchmal diese Frage gestellt? Ich habe mir so manches mal den Kopf darüber zerbrochen, wie ich Gottes Weg für mich erkennen kann. Noch nie habe ich grüne Pfeile in der Luft gesehen, die mir den richtigen Weg gezeigt haben, so wie in manchen Computerspielen und ich habe auch noch kein Navi gefunden, was mir in den wichtigen Entscheidungen des Lebens den richtigen Weg gesagt hat.
Aber irgendwie muss Gott doch mit uns kommunizieren... Redet er durch andere Menschen? Redet er durch Träume? Verschließt er falsche Türen und öffnet neue?
Heute hatten wir im Jugendkreis Besuch von einer Frau, die von Gott ganz deutlich in eine Richtung gelenkt wurde. Gott hat ihr immer wieder kleine Fingerzeige in Richtung Mission gegeben und ihr dadurch immer mehr bewusst gemacht in welche Richtung sie gehen soll. Heute übersetzt sie die Bibel für ein kleines Volk, dass zum Glauben gekommen ist. Ist dass nicht faszinierend?
Wie oft wünschen wir uns so eine starke Führung in unserem Leben? Und sind wir überhaupt bereit dazu?
Ich habe auch schon einmal so eine Erfahrung gemacht, natürlich nur in Miniatur. Ich hatte eine Woche in meinen Semesterferien frei und habe beschlossen sie einfach mal Gott anzubieten und zu sagen: "Hey, Gott, ich hab diese eine Woche frei. Wenn Du willst, kannst Du sie füllen, wenn nicht dann chill ich halt nur rum.". Irgendwie habe ich insgeheim gehofft, dass Gott mich nicht hört, oder mir das bisschen chillen gönnt, aber Er hatte etwas besseres vor. Sehr kurzfristig habe ich gehört, dass auf einem Jugendzeltlager dringend noch eine weibliche Mitarbeiterin gesucht wird und irgendwie habe ich zugesagt. Soll ich euch was verraten? Das war eine geniale Erfahrung! Ich bin also kurzentschlossen mit auf diese Freizeit gefahren und wie durch ein Wunder haben meine Begabungen, dass was ich am liebsten mache, dort noch genau gefehlt. Ich wurde also gebraucht, habe wie ein Puzzlestück die fehlenden Aufgaben ausfüllen können und es hat dazu noch richtig viel Spaß gemacht!
Ich kann Dich nur ermutigen es auch mal zu versuchen. Wenn Du vielleicht auch nicht bereit dazu bist, Dein ganzes Leben umzukrempeln... schenk Gott doch einfach mal eine Woche! Sei einfach bereit dazu alles zu machen, was Gott sich geniales für Dich ausgedacht hat!
Und keine Angst: Gott findert immer einen Weg Dir seinen Plan mitzuteilen!
Aus Erlangen konnten wir mit 32 Leuten Richtung Erfurt mit einem großen Reisebus aufbrechen und mussten dort feststellen, dass unsere Heringe für die Zelte nicht in den grasigen Kiesboden passten. Aber keine Panik, das BUJU-Büro, das uns immer hilfreich zur Seite stand, hatte mit großen Nägeln aus dem Baumarkt vorgesorgt. So konnten wir unsere Schlafplätze doch noch aufschlagen. Wäre auch zu doof gewesen, wenn wir uns von so einer Lappalie abschrecken hätten lassen, schließlich lag noch jede Menge vor uns…
So waren wir alle von den Zentralveranstaltungen begeistert, welche sich um das Thema UNKAPUTTBAR+glauben+lieben+hoffen+, das Thema des diesjährigen BUJUs, drehten. Es gab eine sehr gute Moderation & Lobpreisband, die Stimmung in das Messegelände von Erfurt brachte. Doch nicht nur die Zentralveranstaltungen machten das BUJU aus. So gab es Duschen mit spezieller Dusch-Radio-Unterhaltung, Spätsport, AbendLob und viele Konzerte am Abend. Der Sonntagnachmittag war geprägt von der Möglichkeit Seminare über die verschiedensten Themen zu besuchen oder in den Funpark zu gehen um sich mal richtig auszutoben. Auch gab es die Möglichkeit der Stadt Erfurt mal richtig DANKE zu sagen, dass wir kommen durften. Rosen an die Bewohner verteilen ist da nur ein kleines Bespiel, die Stadt wurde an diesem Tag auch mit Musik von den BUJUlern erfüllt. Und falls man nicht mehr konnte und völlig k.o. war? Wenn die körperliche Erholung in der Chillout-area nicht reichte, konnte man bedenkenlos ins Cafe Seelsorge gehen um dort bei etwas zu Trinken seine Sorgen mal jemandem erzählen und für sich beten lassen.
Was bleibt mir ganz speziell von diesem Pfingstwochenende? Wenn ich zwar körperlich danach müde war und nur noch ins Bett fallen konnte, geistlich fühle ich mich erholt. Es hat gut getan Jesus mal wieder richtig mit Liedern zu loben, mit anderen Christen mich zu treffen und meine Gruppe besser kennen zu lernen. Aber was wirklich bleibt und unkaputtbar ist, ist die Liebe Jesu und dass er bei uns ist, jeden Tag, bis zum Ende der Welt (Bibel: Matthäus 28,20b).